MR. NATHAN “BLACK ASH” CROWE
"Manche Menschen werden im Licht geboren. Andere gehören von Anfang an der Dunkelheit."
Niemand kennt seinen wahren Namen. In Whitechapel nennt man ihn nur Black Ash.
Seine Geschichte beginnt weit entfernt von den Nebeln Londons. Sein Großvater stammte aus Polynesien und gelangte als Seemann auf einem britischen Walfänger nach England. Dort ließ er sich schließlich im East End nieder und gründete eine Familie. Von ihm erbte Nathan nicht nur sein markantes Aussehen, sondern auch alte Geschichten über Ahnen, die glaubten, dass jeder Mensch von Geistern begleitet wird – Geistern, die Mut schenken oder einen für seine Taten richten.
Nathan selbst wurde jedoch in Whitechapel geboren. Die Straßen wurden zu seinem Zuhause. Zwischen Hafenarbeitern, Matrosen, Bettlern und Straßenbanden lernte er früh, dass Mitleid selten belohnt wird.
Sein Gesicht trägt schwarze Farbe – nicht als Verkleidung, sondern als Schwur. Sie erinnert ihn an seine Wurzeln und daran, dass der Junge, der er einst war, in den Gassen Londons gestorben ist.
Nachts verschwindet er in den Opiumhöhlen. Nicht wegen des Rausches, sondern weil dort jeder irgendwann spricht: Schmuggler, Polizisten, Mörder und Aristokraten. Dort sammelt er Geheimnisse – und Geheimnisse sind in London oft mehr wert als Gold. Er arbeitet für niemanden. Er verkauft keine Loyalität. Gold kann man stehlen. Vertrauen nicht.
Manche halten ihn für einen Verbrecher. Andere für einen Rächer. Wieder andere glauben, die alten Geister seiner polynesischen Vorfahren würden ihm den Weg durch die Dunkelheit weisen.
Wenn man seine silbernen Zähne im Schein einer Gaslaterne aufblitzen sieht, ist es meist schon zu spät. Dann hat einen die Dunkelheit Whitechapels bereits eingeholt.
Denn manche Legenden sagen, Black Ash sei kein gewöhnlicher Mensch mehr – sondern die Dunkelheit Londons, die das Blut zweier Welten in sich trägt: die Nebel Whitechapels und den Geist der wilden Ahnen.
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